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Wahrheit oder Lüge?
Marta
Es ist nicht möglich, die Wahrheit in Worte zu fassen. Sie kann dir gezeigt werden, man kann sie in sich aufnehmen, man kann in sie hineingehen, in sie eintauchen und mit ihr verschmelzen - wenn man still wird. Und selbst das ist eine Lüge. Es ist eine Lüge, weil man aus der Position eines von der Wahrheit getrennten Wesens schaut. In Wahrheit sind wir nichts anderes als die Wahrheit selbst, als DAS, was ewig und absolut ist.
                  
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Es ist unmöglich, wahrhaftig zu sprechen. Man kann sich nur in Beschreibungen bewegen, welche auf die Wahrheit hinweisen, die je nach absoluter oder relativer Sichtweise völlig gegensätzlich und unterschiedlich sein können. Sobald ein Satz ausgesprochen wird, müsste er unbedingt wieder korrigiert werden und das, was man danach sagt, ist zur Überraschung des anderen genau das Gegenteil von dem, was man zuvor meinte. Paradoxen über Paradoxen. Im Reich der Nicht-Dualität kommt man mit Logik nicht weiter.
Die Wahrheit liegt jenseits der menschlichen Vorstellung und man kann sie mit der menschlichen Sprache nicht beschreiben. Sie kann mit unserem Verstand weder erklärt noch begriffen werden. Um die Wahrheit zu verstehen, muss man den Verstand loslassen.


Also, zum richtigen Verständnis: wenn ich von mir rede, dann meine ich überhaupt nicht mich, weil es mich als Person gar nicht gibt, da nur ablaufende Prozesse existieren. Wenn ich also ich sage, dann meine ich das große ICH, das Selbst, die unendliche und ewige Weite, die ich bin. Also meine ich eigentlich gar nicht das ich sondern DAS, wie ES sich ununterbrochen durch diesen Körper-Geist-Mechanismus in diesem relativen Leben ausdrückt.


Als Gautam Buddha erleuchtet wurde, wollte er nicht sprechen. Man bat ihn zu sprechen, er möge doch bitte die Menschen nicht enttäuschen und sich erbarmen. Tagelang hat er abgewogen zwischen sprechen und nicht sprechen und fand nichts, was für das Sprechen sprechen würde. „Man wird mich missverstehen, das ist sicher und man wird mich verstoßen…“ sagte er.


Es gibt grundsätzlich immer zweierlei Antworten auf eine Frage, je nach dem, ob man aus der absoluten Sichtweise des ewigen Höchsten oder aus der relativen Ebene der illusorischen Persönlichkeit schaut. Somit scheint es, zur Verwunderung der überraschten Gesprächspartner, als lüge man ununterbrochen oder als ob man sich selbst ständig widersprechen würde.
Und nicht nur das, es gibt nicht nur zweierlei Antworten, es gibt auch viele unterschiedliche Antworten. Je nach dem, welchen Aspekt der Frage man hervorheben möchte, worauf man sich fokussiert und je nach dem, mit wem man spricht, werden die Antworten nicht nur unterschiedlich, sondern bestimmt auch völlig gegensätzlich ausfallen, was die verblüfften Zuhörer so oft schockieren mag. Auf die Frage, ob es einen Gott gibt, kannst Du mit "ja" antworten, "nein" sagen oder Du kannst schweigen. Alles kann ,,richtig" und wahrhaftig sein.


Die Wahrheit existiert jenseits unserer Sprachkonzepte und jenseits aller Konzepte und Vorstellungen unseres begrenzten Verstandes. Über die Wahrheit kann man nicht sprechen, sie kann einem nur gezeigt und durch uns wahrgenommen werden. Daher ist es immer wieder eine Herausforderung, wenn man die Wahrheit erkannt hat, aus diesem neuen Bewusstseinszustand zu sprechen und zu versuchen, ihn möglichst wahrhaftig zu beschreiben. Das einzige, was wir wahrhaftig sagen können, ist, das "ICH BIN", dass ICH existiere.


Wenn man erkannt hat, dass das persönliche ,,ich" niemals existierte und nur ein Konstrukt war, welches die Illusion aufrecht erhalten hat, beziehen sich Sätze wie ,,ich schreibe“, „ich lese"... auf die Beschreibung gerade ablaufender Prozesse, welche durch die Kraft des Imaginationsvermögens des absoluten Bewusstseins kreiert werden.
Das kleine, persönliche „ich“ ist also nur eine Projektion. Es ist nichts anderes als ein Phantom, welches vom absoluten Bewusstsein auf das absolute Bewusstsein - auf sich selbst – projiziert wird, da nichts anderes außer diesem Bewusstsein existiert.

Daher wäre es angebracht, in der ,,ES"- Form zu sprechen. Dies käme der Klarheit und dem Verständnis dieser Thematik am nächsten.

Manchmal würde ich euch gerne etwas sagen, aber dort, wo ich bin verlieren alle Worte ihre Bedeutung. Und wie oft wollt ihr selber die Schönheit und die Magie der Stille nicht mit Worten stören.
Dann können wir uns jenseits der menschlichen Sprache treffen, in unseren Herzen. Wir können die Wahrheit erkennen, da wir in Wahrheit die Wahrheit selber sind.
Aus diesem Grunde bevorzuge ich, lieber über die Wahrheit zu schweigen als über die Wahrheit zu sprechen. Die Stille ist die Sprache Gottes und man kann sie am besten verstehen. Willst du wissen, wer du bist, dann sei still. Wenn der Weise schweigt, wird er verstanden.


Es ist wahrhaftig nicht einfach, die Wahrheit anzunehmen.
Die meisten bevorzugen, den Schleier der Illusion aufrecht zu erhalten und wollen von der Wahrheit nichts wissen - die Auseinandersetzung mit ihr ist ihnen nicht angenehm. Es ist viel angenehmer, sich in den alten vorgestellten falschen Sicherheiten zu wiegen, denn das Loslassen alter Strukturen tut weh und es bringt Chaos und Unsicherheit mit sich.
Wer ist schon bereit, sich für die Wahrheit hinzugeben und ihr zu dienen, geschweige denn für die Wahrheit alles loszulassen oder das Kostbarste zu geben, was man hat - sein eigenes Leben? Sicherlich nur sehr Wenige, daher gibt es nicht viele in der Welt, die sie erkannt haben und die sie voll und ganz leben.
Wer möchte schon „sein eigenes“ Leben freiwillig auslöschen lassen? Wer möchte sich schon sagen lassen, dass er nicht existiert und dass er keinen freien Willen besitzt? Diese Vorstellungen sind einem nicht angenehm, da verteidigt man lieber das eingebildete Ego und dieses Ego kämpft immer und immer wieder einen völlig sinnlosen Kampf.
Und wenn das Ego dann eines Tages diesen Kampf endlich aufgegeben hat, und die Wahrheit durch die Gnade des Höchsten erkannt wurde, ist sie so gnadenlos schockierend, dass noch eine lange Zeit benötigt wird, bis der Verstand und das völlig erschütterte Nervensystem mit ihr klargekommen sind und bis sie völlig verinnerlicht wird.


Es gibt keine Beschreibung der Wahrheit, da sie nicht beschreibbar ist. Man kann nur mit einem Fingerzeig auf sie hinweisen. Deswegen ist alles, was wir über die Wahrheit sagen unwahr und daher eine Lüge. Die Worte töten die Wahrheit.
Es ist die Wahrheit, dass wir die Wahrheit nicht beschreiben können und was wir beschreiben können, nicht die Wahrheit ist. Daher kann man über die Wahrheit nicht sprechen. Es ist unmöglich, sie mit Worten auszudrücken, DU KANNST SIE NUR SEIN.


(Dieser Text hat seinen Ursprung in Gesprächen, welche Marta mit ihren Schülern in Tschechien führte.)

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